11 - Epilog
Die Morgensonne schien durch die hohen Fenster von Nova Citys Technologie-Institut. Leon stand vor einer Gruppe von Studenten, die ihn erwartungsvoll ansahen. Vor ihm schwebte eine holografische Projektion des Ätheriums. Drei Monate waren seit den Ereignissen mit Kronos vergangen, und vieles hatte sich verändert.
"Die Verbindung zwischen unseren Welten", erklärte Leon und ließ das Hologramm rotieren, "ist nicht etwas, das wir fürchten müssen. Sie ist eine Chance." Er lächelte, als er die staunenden Gesichter seiner Zuhörer sah. "Mein Vater war einer der Ersten, der das verstand. Er wusste, dass wir voneinander lernen können - die Technologie unserer Welt und die Magie des Ätheriums."
Nach dem Vortrag traf er Zoe im Garten des Instituts. Sie trug Jeans und einen dunkelblauen Pullover, sah auf den ersten Blick aus wie jede andere junge Forscherin am Institut. Nur eine einzelne türkisfarbene Strähne in ihrem dunklen Haar und das verschmitzte Funkeln in ihren Augen verrieten, dass sie mehr wusste als die anderen. Ihr Lächeln war das gleiche geblieben.
"Wie haben sie reagiert?", fragte sie und umarmte ihn.
"Begeistert", grinste Leon. "Du hättest ihre Gesichter sehen sollen, als ich ihnen von den schwebenden Städten erzählt habe." Er holte sein Artefakt hervor, das nun als offizieller Dimensional-Schlüssel diente. "Orion hat übrigens neue Energiesignaturen entdeckt. Es könnte noch mehr Verbindungen zwischen den Welten geben."
Zoe's Augen leuchteten auf. "Na dann, Superheld, bereit für ein neues Abenteuer?" Sie hielt ihm ihre Hand hin.
Leon griff danach und drückte sie fest. "Mit dir? Immer." Das Artefakt begann zu summen, ein vertrautes, warmes Geräusch. Irgendwo dort draußen warteten neue Geheimnisse darauf, entdeckt zu werden. Aber dieses Mal hatte Leon keine Angst davor. Er wusste, wer er war. Der Sohn seines Vaters. Ein Brückenbauer zwischen den Welten. Und vor allem: Er selbst.
Gemeinsam traten sie durch das Portal, das sich vor ihnen öffnete. Das Licht des Ätheriums empfing sie, und mit ihm die Verheißung neuer Abenteuer. Denn manchmal, das hatte Leon gelernt, war das Ende einer Geschichte nur der Anfang einer noch größeren.
ENDE